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Skilanglaufenthusiasten trotzen schwieriger Bedingungen bei den 56. Regionalmeisterschaften im Skilanglauf


Ca. 220 begeisterte Skilangläufer aus dem Regierungsbezirk Leipzig bewiesen am letzten Januarwochenende Mut und reisten zur 56. Regionalmeisterschaft nach Johanngeorgenstadt. Die milden Temperaturen der vergangenen Woche Tage brachten auch die letzten Schneereste auf den Wettkampfstrecken zum Schmelzen. Die Organisatoren mussten ein komplett neues Wettkampfprogramm auf die Beine stellen und bewiesen dabei viel Geschick.

Aus den traditionellen drei Wettkämpfen - einem Lauf in der klassischen Technik, einem Staffellauf und einem Rennen in der freien Technik - wurden ein Sprintrennen mit Prolog am Samstag sowie ein Bergrennen am Sonntag. Für viele Starter war das eine völlig neue Wettkampfsituation, trainieren doch fast alle für längere Laufstrecken. Dennoch zeigten alle Aktiven, Betreuer und Zuschauer angesichts der ungewohnten Bedingungen viel Begeisterung und Sportsgeist - vielleicht auch gerade deshalb. Aus Sicht der Organisatoren waren die Wettkämpfe ein großer Erfolg: sie zeigten was man auch unter schwierigen Bedingungen auf die Beine stellen kann. Die ein oder andere, aus der Not heraus geborenenen Idee wird vielleicht sogar bei zukünftigen Regionalmeisterschaften wiederholt werden.

Das Sprintrennen wurde auf einem noch schneebedeckten, 200 m langen Teil der neuen Skirollerstrecke in Johanngeorgenstadt ausgetragen. Die Entscheidungen fielen denkbar knapp aus, der Zeitabstand zwischen dem Ersten und dem Vierten betrug beim Prolog meist weniger als 4 Sekunden. In den Finalläufen lagen Erster und Zweiter mehrmals nur einen Bruchteil einer Skilänge auseinander.




       

Beim Bergrennen wurden schließlich die Flachlandsportler richtig gefordert. Es galt auf einer 2 km langen Strecke einen Höhenunterschied von ca. 60 m zu überwinden. Hier legte der vom VSC Klingenthal kommende Gaststarter Denis Kretschmar die Bestzeit mit 2:54 vor. Christof Schor vom ESV Lok Beucha folgte mit 13 Sekunden Rückstand auf den zweiten Platz der Altersklasse H21. Die beste Laufzeit bei den Damen erreichte Cindy Kießig vom SV Trebsen mit 3:56.

Viele Zuschauer waren besonders von den Leistungen der Jüngsten angetan, von denen Zahlreiche zum ersten Mal Wettkampfluft schnupperten. Mit den meisten Nachwuchssportlern reisten die Vereine aus Beucha und Liebertwolkwitz an. Bei beiden Vereinen spielt die Nachwuchsarbeit eine große Rolle. Erfreulich sind aber auch die Erfolge der Vereine Blau Weiß Zwenkau und des Leipziger Skiclubs in diesem Bereich.

Die Vereinswertung gewann ESV Lok Beucha mit 300 Punkten vor SV Liebertwolkwitz (271 Pkt.). Damit müssen die Sportfreunde vom SV Liebertwolkwitz den im letzten Jahr errungenen Wanderpokal wieder zurück nach Beucha geben. Auf den weiteren Plätzen der Vereinswertung folgten: TSG Schkeuditz (140), SG Blau-Weiß Zwenkau (119), Hohburger SV (118), SV LOK Eilenburg (103), LFV Oberholz (98), Leipziger Skiclub und SV Trebsen (beide 69) sowie SV LOK NO Leipzig (23).

Überzeugend war auch die von einigen Nachwuchssportlern prakitizierte Lauftechnik: [Videoclip



Letzte Änderung: 30.01.2008